11 Wege, mehr UGC-Jobs zu bekommen und bei Marken aufzufallen

EstherEsther
12 Min. Lesezeit1. Januar

Inhalt

  1. 1. Sorge dafür, dass du sichtbar bist
  2. 2. Fokussiere dich auf eine bestimmte Nische
  3. 3. Baue ein starkes Portfolio auf
  4. 4. Achte auf Qualität
  5. 5. Schreibe einen überzeugenden Pitch
  6. 6. Verhalte dich professionell
  7. 7. Nutze mehrere Kanäle
  8. 8. Verstehe, was Marken wirklich suchen
  9. 9. Weißt du, wie du bezahlt wirst und was du wert bist?
  10. 10. Lerne von anderen
  11. 11. Bleib lernbereit

Immer mehr Unternehmen nutzen User Generated Content (UGC). Für dich als Creator liegt darin großes Potenzial. Marken suchen täglich nach neuen Gesichtern, die ihre Produkte auf natürliche und kreative Weise zeigen können. Doch die Konkurrenz ist groß. Wie sorgst du dafür, dass gerade du für diesen bezahlten Auftrag ausgewählt wirst? In diesem Blog erklären wir dir, wie du bei Marken auffällst und öfter für Aufträge gebucht wirst, mit konkreten Tipps, die du sofort umsetzen kannst.

1. Sorge dafür, dass du sichtbar bist

Wenn du UGC über eine Plattform machst, ist dein Profil deine Visitenkarte. Achte darauf, dass dein Profilfoto professionell wirkt und deine Bio sofort zeigt, welche Art von Content du erstellst. Wähle klare Nischen in deinen Einstellungen, damit Marken dich leichter finden können. Lade mehrere Beispielvideos in unterschiedlichen Stilen hoch und halte sie aktuell. Vergiss nicht, dein Profil vollständig auszufüllen, inklusive der Sprachen, die du sprichst, deiner Vorlieben und deiner Verfügbarkeit. Reagiere schnell auf Anfragen und bleibe aktiv: Marken sehen, wer zuletzt geantwortet hat und wer konstant online ist. Je vollständiger und aktiver du zum Beispiel auf Hyred bist, desto größer ist die Chance, dass du bei Auftraggebern auffällst.

Wenn du auch über Social Media Aufträge bekommen willst, mach sofort klar, dass du UGC erstellst. Setze „UGC Creator“ in deine Bio auf Plattformen wie TikTok, Instagram und LinkedIn. Verwende wiedererkennbare Profilbilder und bleibe bei einem konsistenten Stil. Zeige auch im Profiltext, in welchen Nischen du aktiv bist. Marken wollen auf einen Blick sehen, wer du bist und ob du zu ihrer Zielgruppe passt.

Wichtig ist außerdem, regelmäßig Content zu posten. Wenn du noch keine bezahlten Kooperationen hattest, kannst du auch Videos über Produkte posten, die du bereits zu Hause hast und von denen du wirklich begeistert bist. Es geht darum zu zeigen, dass du aktiv bist, weiter übst und dich ernsthaft weiterentwickelst. Vermeide lange Pausen ohne Posts, denn das schadet deiner Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit. Marken suchen Creator, die wirklich dabei sind und konstant sichtbar bleiben.

Nutze Hashtags wie #UGCcreator, #UGCnetherlands, #UGCNL oder #ugccommunity. So wirst du für Marketer, die gezielt nach Creators suchen, besser auffindbar. Vergiss auch relevante Produkt- oder Nischen-Hashtags nicht: #beautyreview, #techcontent oder #honestreview können dich genau in die richtige Suche bringen.

Füge deinem Profil auch klare Call-to-Actions hinzu, etwa „Schreib mir für Kooperationen eine DM“ oder „Sieh dir meine Arbeit über den Link an“. Achte außerdem darauf, dass du ein aktuelles Portfolio und eine Preisliste hast. Je einfacher du die Zusammenarbeit machst, desto schneller wird sich eine Marke bei dir melden.

2. Fokussiere dich auf eine bestimmte Nische

Marken wollen mit Creators zusammenarbeiten, die zu ihrer Zielgruppe passen. Eine klare Nische macht dich wiedererkennbar und glaubwürdig. Spezialisier dich auf ein bestimmtes Thema: etwa Beauty, Food, Tech, Fashion, Fitness, Elternschaft, Nachhaltigkeit oder Hospitality. Wähle etwas, das zu dir passt und über das du in deinen Videos mühelos sprechen kannst. Deine Nische gibt deinem Content Richtung und zeigt, dass du weißt, wovon du sprichst. Mit deiner Spezialisierung kannst du leichter Marken anziehen, die in diesem Markt aktiv sind. Außerdem ist es klug, andere Creator in derselben Nische zu verfolgen, um zu sehen, was funktioniert. Entwickle daraus deinen eigenen Ton, damit du einzigartig bleibst.

Eine Nische zu wählen heißt nicht, dass du nie etwas anderes machen kannst. Aber sie hilft dir, eine Richtung vorzugeben und von Marken leichter erkannt zu werden. Außerdem hilft sie dir dabei, ein Portfolio mit Beispielen aufzubauen, die gut zusammenpassen.

3. Baue ein starkes Portfolio auf

Dein Portfolio ist deine Visitenkarte. Achte darauf, dass es professionell ist und sofort zeigt, was du zu bieten hast. Starte mit ein paar kurzen Videos: 20 bis 40 Sekunden reichen oft aus. Zeig möglichst viele Stile und Perspektiven, damit Marken deine Vielseitigkeit direkt sehen.

Du musst nicht auf bezahlte Aufträge warten, um ein Portfolio zu erstellen. Nutze Produkte, die du zu Hause hast, und produziere Content so, als wäre es ein echter Auftrag. Wähle Produkte aus der Nische oder den Nischen, für die du dich interessierst. So zeigst du, dass du weißt, wie man eine Marke in dieser Kategorie präsentiert.

Nutze Tools wie Canva, um dein Portfolio übersichtlich und ansprechend zusammenzustellen. Füge jedem Video einen Titel hinzu, optional mit kurzer Erklärung: „Testimonial-Stil für Hautpflegeprodukt“ oder „How-to-Video mit Küchen-Gadget“. Halte das Design ruhig und professionell.

Sorge dafür, dass dein Portfolio leicht zu teilen ist. Mach daraus einen klickbaren Link über Notion, Google Drive oder deine eigene Website. Und aktualisiere es regelmäßig mit neuen Arbeiten oder verbesserten Versionen. Frag bei jeder Zusammenarbeit, ob du den Content verwenden darfst. Ergänze auch Testimonials von Marken, die zufrieden waren. Das stärkt deine Glaubwürdigkeit.

Collage aus UGC-Creators und Portfolio-Beispielen

4. Achte auf Qualität

Du brauchst keine teure Ausrüstung, aber die Grundlagen sollten stimmen. Verwende ein aktuelles Smartphone, filme im Hochformat (9:16), achte auf ein stabiles Bild und nutze ein Stativ oder eine Handyhalterung. Vermeide unruhige Hintergründe und stelle sicher, dass das Produkt gut sichtbar ist.

Gutes Licht ist entscheidend. Filme bei Tageslicht, am besten in Fensternähe. Ist das nicht möglich, kann schon eine Ringlampe für 20 bis 30 Euro einen großen Unterschied machen. Achte darauf, dass dein Gesicht und das Produkt gut ausgeleuchtet sind, ohne harte Schatten.

Für guten Ton lohnt sich die Anschaffung eines Lavalier-Mikrofons. Schlechter Ton ist oft der Grund, warum Marken deinen Content nicht nutzen können. Das führt dann wieder zu zusätzlicher Arbeit, wenn du gebeten wirst, den Content neu aufzunehmen. Selbst ein simples Clip-on-Mikrofon, das du ans Telefon anschließt, reicht oft schon aus.

Nutze Tools wie CapCut, VN oder InShot zum Schneiden. Achte auf einen starken Einstieg (die ersten 2 Sekunden sind entscheidend), ein kurzes und prägnantes Skript und einen klaren Abschluss mit Botschaft oder Handlung. Vermeide zu viele Effekte oder Filter; der Content soll authentisch und professionell bleiben. Fällt dir das Schneiden schwer oder hast du keine Erfahrung damit? Dann kannst du auch über Hyred arbeiten. Dort musst du das Video nicht selbst schneiden, gut aufgenommene Rohclips reichen aus. Das macht den Einstieg als Creator leichter, besonders wenn du dich lieber auf Filmen und Präsentieren konzentrierst.

Creator filmt und bearbeitet Content zu Hause

5. Schreibe einen überzeugenden Pitch

Dein Pitch entscheidet zu einem großen Teil darüber, ob du für einen Auftrag ausgewählt wirst. Zeig, dass du das Briefing verstanden hast, erkläre, warum du geeignet bist, und bleib kurz. Beginne mit einem persönlichen Satz, in dem du dich vorstellst und deine relevante Erfahrung erwähnst. Wenn du bereits ähnliche Aufträge gemacht hast, ist es klug, ein oder zwei Videos mitzuschicken, um zu zeigen, welche Ergebnisse du liefern kannst. Um noch stärker aufzufallen, kannst du deinen Pitch auch filmen. Das muss keine perfekte Produktion sein; ein kurzes, energiegeladenes Selfie-Video kann schon reichen. Wichtig ist, den Pitch mit einem Call to Action zu beenden. Ein Beispiel wäre: „Gib mir Bescheid, ob ich den Auftrag übernehmen kann, ich bin bereit, sofort loszulegen.“

6. Verhalte dich professionell

Professionelles Verhalten kann den Unterschied zwischen einem einmaligen Auftrag und einer langfristigen Zusammenarbeit ausmachen. Antworte schnell und klar. Eine Marke, die drei Tage auf eine Antwort warten muss, arbeitet beim nächsten Mal lieber mit jemand anderem. Selbst eine kurze Nachricht wie „Ich melde mich heute Abend zurück“ ist besser als Schweigen.

Lies Briefings sorgfältig und stelle Fragen, wenn etwas unklar ist. Bevor du beginnst, ist es sinnvoll, den Auftrag in einer kurzen Nachricht an das Unternehmen zusammenzufassen. So wisst ihr beide sicher, dass alles richtig verstanden wurde, und du reduzierst das Risiko, dass das Unternehmen später Änderungen verlangt.

Liefere dein Video rechtzeitig ab. Wenn du mehr Aufträge bekommst und den Überblick behalten musst, kannst du Tools wie Trello nutzen, um Deadlines im Blick zu behalten. Gib den Content lieber einen Tag zu früh ab als eine Stunde zu spät. Und prüfe dein Video vor dem Versand auf Bildqualität, Ton und darauf, ob alles dem Briefing entspricht.

Bitte nach dem Auftrag um Feedback. Wenn die Marke zufrieden ist, frag, ob sie dich bei der Veröffentlichung taggen oder eine kurze Bewertung schreiben kann. Das hilft enorm beim Aufbau von Vertrauen bei neuen Kunden.

Creator prüft Arbeit und Feedback

7. Nutze mehrere Kanäle

Warte nicht darauf, dass Aufträge zu dir kommen, sondern sei proaktiv. Melde dich auf mehreren Plattformen an und antworte auf alle Aufträge, die dich begeistern. Achte je Plattform darauf, welche Aufträge es gibt und wie der Bewerbungsprozess funktioniert. Sorge immer dafür, dass dein Profil vollständig ist und deine Beispiele aktuell sind.

Außerdem kannst du Unternehmen auch selbst ansprechen. Fang klein an: lokale Marken, Webshops oder Start-ups. Schick eine kurze, persönliche E-Mail oder DM. Erwähne, wer du bist, was du machst und warum du interessiert bist. Füge 1 bis 2 Beispielvideos hinzu und biete an, ein Testvideo zu erstellen. Halte es kurz, freundlich und auf den Punkt.

Damit alles strukturiert bleibt und du dasselbe Unternehmen nicht innerhalb kurzer Zeit mehrfach kontaktierst, ist es sinnvoll, dir eine Übersicht zu machen, welche Marken du kontaktiert hast, wer geantwortet hat und wann du dich wieder melden solltest. So baust du dein Netzwerk strukturiert weiter aus.

8. Verstehe, was Marken wirklich suchen

Eine häufige Falle für viele Creator ist, dass sie sich vor allem darauf konzentrieren, was ihnen selbst Spaß macht, aber vergessen zu fragen, was die Marke eigentlich braucht. Es ist wichtig, dir bei jedem Auftrag bewusst zu sein, welches Ziel das Video hat. Geht es um Bekanntheit, Vertrauensaufbau oder direkten Verkauf? Wenn du das weißt, kannst du dein Video darauf abstimmen. Beispiel: Wenn eine Marke vor allem Glaubwürdigkeit will, funktioniert eine ehrliche Bewertung oder Erfahrung oft besser als ein glatt poliertes Werbevideo.

Denke auch über die Zielgruppe der Marke nach. Achte darauf, dass du im Video in einer Sprache sprichst, die zur Zielgruppe des Unternehmens passt. Und stelle sicher, dass dein Stil zur Tonalität der Marke passt. Wenn du zeigst, dass du ihre Kundschaft verstehst, wirst du zu einem interessanten Partner. Du musst kein Marketer sein, aber wenn du zeigst, dass du mitdenkst, verschaffst du dir schnell einen Vorsprung vor der Konkurrenz. Marken arbeiten lieber mit jemandem, der versteht, wie ihr Produkt wirken soll, als mit jemandem, der nur ein schönes Video machen kann.

9. Weißt du, wie du bezahlt wirst und was du wert bist?

Viele Creator tun sich schwer damit, ihren Preis festzulegen, vor allem am Anfang. Trotzdem ist es wichtig, dass du dir das vor dem Start gut überlegst, damit du gegenüber den Marken transparent sein kannst, mit denen du zusammenarbeitest. Auf Plattformen wie Hyred sind die Preise oft vorab festgelegt, was vieles einfacher macht. Wenn du aber außerhalb einer Plattform arbeitest, musst du selbst erklären können, was deine Arbeit kostet. Achte dabei darauf, wie viel Zeit der Auftrag in Anspruch nimmt, wie komplex das Video ist und wie der Content genutzt werden soll.

Beispiel: Ein kurzes 30-Sekunden-Video, für das du alles selbst konzipieren, filmen und schneiden musst, kostet mehr als ein Video, für das du nur Rohmaterial liefern sollst. Will die Marke dein Video als Anzeige verwenden? Dann sollte auch eine höhere Vergütung dafür stehen. Achte darauf, was du am Ende pro Stunde verdienst, und hab keine Angst, einen fairen Preis zu nennen. Du lieferst eine Dienstleistung, die einem Unternehmen Wert bringt.

Damit die Kommunikation über deine Preise so reibungslos wie möglich läuft, ist es sinnvoll, eine Preisliste zu erstellen. Darin steht, was du für bestimmte Videotypen verlangst, inklusive dessen, was enthalten ist und was nicht (zum Beispiel: 1 Korrekturrunde, kein Schnitt, Aufpreis bei Eilaufträgen). Das erleichtert die professionelle Kommunikation und verhindert spätere Missverständnisse.

10. Lerne von anderen

Schau dir regelmäßig erfolgreiche niederländische UGC-Kampagnen an. Sieh dir an, wie Marken UGC einsetzen und was sie von Creators verlangen.

Schau dir auch die Creator selbst an. Was machen sie gut? Wie beginnen sie ihre Videos? Welche Hooks verwenden sie? Wie setzen sie das Produkt ein? Analysiere ihren Stil und lerne daraus. Nicht um zu kopieren, sondern um deinen eigenen Ansatz zu verfeinern.

Hole dir auch Inspiration aus internationalen Beispielen. Folge beliebten UGC-Creators auf TikTok oder Instagram und sieh dir an, was gut funktioniert. Oft kannst du daraus Trends erkennen, die du lokal anwenden kannst.

11. Bleib lernbereit

Die Content-Welt verändert sich schnell. Was letzten Monat funktioniert hat, ist heute vielleicht schon überholt. Investiere deshalb weiter in deine Entwicklung. Schau dir Tutorials auf YouTube zu Storytelling, Hooks, Schnittübergängen und Licht an. Und probiere immer wieder Neues aus. Teste neue Formate. Versuch es mit einem Voice-over-Video, einem „Get Ready With Me“ oder einem POV-Clip. Analysiere, welcher Stil am besten zu dir und deiner Nische passt. Bleib auch praktisch: arbeite an deinem Workflow, an Ordnern für Content-Strukturen und an Schnittvorlagen. Je schneller und konstanter du lieferst, desto attraktiver wirst du für Auftraggeber.

Frau arbeitet zu Hause mit Laptop und Notizen

Noch einmal kurz zusammengefasst: Um mehr UGC-Aufträge zu bekommen, ist es wichtig, dass du sichtbar bist, eine klare Nische hast und professionell auftrittst. Du musst auch lernen, gut zu pitchen, qualitativ hochwertige Arbeit zu liefern und dich weiterzuentwickeln. Kombiniere die Arbeit über eine Plattform wie Hyred mit Aufträgen über deine eigenen Socials. Und das Wichtigste ist: Fang einfach an, denn am meisten lernst du durch Praxis.