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Ist dir der Begriff User Generated Content (UGC) begegnet und du möchtest anfangen, hast aber noch keine bezahlten Kooperationen vorzuweisen? Kein Problem. Auch ohne bezahlte Aufträge kannst du ein starkes UGC-Portfolio aufbauen, damit du später bezahlte Jobs bekommst. In diesem Blog gebe ich dir praktische Tipps, wie du mit UGC startest und eigene Videos erstellst, die genauso überzeugend sind wie echte Kampagneninhalte. Von den Arten von Videos, die du aufnehmen kannst, bis zur Ausrüstung, die du brauchst, und wie deine Inhalte professionell wirken. Nach dem Lesen kannst du direkt mit deinem eigenen UGC-Portfolio loslegen!

Erstelle Videos, als wären sie für eine Kampagne
Als angehender UGC-Creator musst du nicht auf eine Marke warten, um zu starten. Du kannst Videos erstellen, als hättest du bereits einen Auftrag. Wähle ein Produkt, das du zu Hause hast, und tue so, als hätte ein Unternehmen dich gebeten, ein Werbevideo zu machen. Es hilft, etwas auszuwählen, wofür du dich wirklich begeisterst, damit du überzeugend und authentisch wirkst. Hast du eine Lieblings-Skincare-Creme oder ein Gadget? Perfekt! Nimm eine Review oder Demonstration auf, in der du zeigst, wie gut das Produkt in deinem Alltag ist. Hab keine Angst davor, mehrere Takes aufzunehmen und ein bisschen zu spielen; viele erfolgreiche UGC-Creators beginnen mit solchen Übungsvideos in ihrem Portfolio. Solange du zeigst, was du kannst, spielt es keine Rolle, dass es kein bezahlter Deal war.
Tipp: Hast du die Verpackung eines alten Produkts noch herumliegen? Nutze sie, um ein Unboxing nachzustellen. Dann sieht es so aus, als würdest du ein brandneues Produkt einer Marke auspacken!
Erstelle verschiedene Arten von UGC-Videos für dein Portfolio
Ein starkes Portfolio zeigt verschiedene Video-Stile. Versuche deshalb, deine Inhalte abwechslungsreich zu gestalten, damit du deine Vielseitigkeit als Creator zeigst. Starte mit drei bis fünf kurzen Videos und variiere das Format. Hier sind einige Ideen:
Tutorial: Erkläre Schritt für Schritt, wie du das Produkt benutzt, oder teile einen nützlichen Trick damit. Anleitungs-Videos zeigen, dass du klar kommunizieren und Mehrwert bieten kannst.
Testimonial: Gib eine kurze Review oder ein Testimonial, als wärst du ein zufriedener Kunde. Erkläre in 30-60 Sekunden, warum du Fan des Produkts bist und welches Problem es für dich löst, in einem ehrlichen und begeisterten Ton.
Lifestyle-Demonstration: Zeige das Produkt in Aktion in deinem Alltag. Denk an ein Mini-Vlog oder einen Day-in-my-life-Ausschnitt, in dem das Produkt eine Rolle spielt. So sieht eine Marke, wie ihr Produkt in einer echten Situation wirkt.
Unboxing: Filme, wie du ein Produkt auspackst, und gib deine spontane erste Reaktion. Das wirkt so, als würden deine Follower live mit dir auspacken, was sehr überzeugend sein kann. (Zum Beispiel „Wow, schau, wie schön diese Verpackung ist!“)
Before and after: Hat das Produkt einen messbaren Effekt, etwa ein Reinigungs- oder Beautyprodukt, zeige kurz die Situation vor und nach der Anwendung. Solche Videos sind beliebt, weil sie den Effekt schwarz auf weiß zeigen.

Bereite deine Inhalte gut vor
Spontanität ist wichtig, aber komplett impulsives Filmen kann dazu führen, dass du mitten im Video vergisst, was du sagen wolltest. Deshalb hilft ein wenig Vorbereitung. Schreib dir vorher ein kurzes Skript oder zumindest Stichpunkte auf. Formuliere pro Video eine Hauptbotschaft (zum Beispiel: „Dieser neue Mixer spart mir jeden Morgen Zeit!“) und überlege dir, wie du das in Bild und Wort vermitteln willst. Ein Skript bedeutet nicht, dass dein Video gezwungen oder unecht wirkt; es gibt dir Halt und lässt dich trotzdem natürlich rüberkommen. Merke dir die Hauptpunkte und sprich dann frei; so wirkst du flüssig und authentisch.
Sorge auch für einen starken Einstieg (den „Hook“): Die ersten 3 Sekunden deines Videos müssen Aufmerksamkeit wecken. Denk an eine provokante Frage, eine auffällige Aussage oder etwas visuell Spannendes. Beispiel-Hook: „Ich kann nicht glauben, dass ich das die ganze Zeit falsch gemacht habe ... bis ich dieses Gadget gefunden habe!“. So machst du Zuschauer neugierig auf den Rest.
Brauchst du Inspiration? Scroll auf TikTok und Instagram durch Hashtags wie #UGC, #UGCcreator und Nischen, die dich interessieren. Du wirst schnell sehen, welche Art von Content ankommt. Speichere gute Ideen und prüfe, ob du ihnen deinen eigenen Dreh geben kannst. Auch auf Hyred findest du Inspiration: Schau dir unsere Blogs und die Beispiele von UGC-Videos an, die von Creators erstellt wurden. Wenn du viel bei anderen schaust, lernst du schneller, was funktioniert (und was nicht). Achte auch auf Trends, etwa bestimmte Editing-Stile, Sounds oder Eröffnungssätze, die beliebt sind, und arbeite sie auf deine eigene Weise in deinen Content ein.
Nutze Produkte, die du schon zu Hause hast
Du musst nicht jede Woche neue Dinge kaufen, um Content zu machen. Schau kreativ auf die Produkte, die du bereits zu Hause hast: Mit Alltagsgegenständen lässt sich oft schon etwas Cooles machen. Ein paar Tipps:
Nutze deine Favoriten: Starte mit Produkten, die du magst. Dein Lieblingsbuch, ein Kleidungsstück, ein Küchengadget, was auch immer. Deine Begeisterung wird automatisch im Video sichtbar und sorgt für glaubwürdigen Content.
Verpackungen wiederverwenden: Wirf schöne Verpackungen nicht weg. Du kannst sie später nutzen, um ein Unboxing zu simulieren. Eine leere Schuhschachtel oder eine alte Parfumverpackung kann in deinem Video plötzlich wieder „neu“ aussehen!
Von Freunden/Familie ausleihen: Willst du Content über etwas machen, das du selbst nicht besitzt? Frag mal in deinem Umfeld. Vielleicht kannst du dir ein Produkt kurz ausleihen, um damit ein Video aufzunehmen.
Eine Szene aufbauen: Du brauchst kein professionelles Studio. Nutze das, was du zu Hause hast, um ein ansprechendes Setting zu bauen. Denk an einen ordentlichen, ruhigen Hintergrund (zum Beispiel eine einfarbige Wand oder eine schöne Tischdecke) und Requisiten wie Pflanzen, Bücher oder andere Gegenstände, die zur Stimmung passen. So kommt dein Produkt im Bild besser zur Geltung.

Sorge dafür, dass deine Videos professionell wirken
Jetzt, da du filmst, soll das Ergebnis natürlich nicht amateurhaft aussehen. Mit ein paar einfachen Tricks wirken deine Videos deutlich professioneller, ohne dass du teure Ausrüstung oder jahrelange Erfahrung brauchst. Achte besonders auf die folgenden Punkte:
Beleuchtung: Wie gesagt ist natürliches Licht ideal. Filme in Fensternähe und achte darauf, dass das Licht von vorne auf dein Gesicht oder das Produkt fällt, damit der Look gleichmäßig ist. Vermeide Dunkelheit oder harte Schatten. Wenn eine Seite deines Gesichts sehr dunkel ist, halte auf der Schattenseite eine weiße Fläche (zum Beispiel ein Blatt Papier oder ein Reflektor) hin, um das Licht zu reflektieren und weicher zu machen. Konstante Beleuchtung durch das gesamte Video macht einen riesigen Unterschied.
Ton: Schlechter Ton kann ein gutes Video ruinieren. Sorge dafür, dass du an einem ruhigen Ort aufnimmst: kein Hintergrundgerede, bellende Hunde oder brummende Waschmaschinen. Sprich deutlich und mit Energie in der Stimme. Wenn du draußen filmst, achte auf Windgeräusche. Eine kurze Testaufnahme hilft dir zu prüfen, ob alles gut klingt. Wenn du viel sprichst, solltest du über ein Ansteckmikrofon nachdenken; so eine kleine Investition kann deinen Ton enorm verbessern.
Editing: Schneiden und kürzen, damit das Tempo stimmt! Ein flüssiger Schnitt lässt deine Videos deutlich professioneller wirken. Entferne unnötige Pausen, „ähm“s und Versprecher, damit die Botschaft kurz und prägnant rüberkommt. Dafür brauchst du keine komplizierte Software: Kostenlose Apps wie CapCut, InShot oder iMovie sind intuitiv und ideal, um auf dem Handy zu schneiden. Füge bei Bedarf Untertitel hinzu (viele schauen Videos ohne Ton) und etwas Hintergrundmusik, um Stimmung zu erzeugen. Achte darauf, Musik zu wählen, die frei nutzbar ist, oder verwende den In-App-Sound (zum Beispiel trendende Sounds auf TikTok/Reels), um Ärger zu vermeiden. Zum Schluss kannst du einfache Filter oder Farbkorrektur nutzen, damit alle Shots zusammenpassen, aber übertreib es nicht, UGC darf ruhig ein wenig „raw“ wirken. Solange das Video nicht langweilig ist und gepflegt aussieht, passt es!
Diese Ausrüstung brauchst du
Gute Nachrichten: Um als UGC-Creator zu starten, brauchst du keine teure Ausrüstung. Tatsächlich reichen die meisten Smartphones aus! Hier ist die Basis, die du für qualitativ guten Content brauchst:
Smartphone: Ein aktuelles Smartphone mit ordentlicher Kamera reicht meist aus. Du brauchst wirklich keine teure Spiegelreflex oder High-End-Videokamera; heutige Telefone filmen in hoher Auflösung. Prüfe aber deine Kameraeinstellungen und filme möglichst in 1080p oder 4K für ein scharfes Bild.
Beleuchtung: Tageslicht ist dein bester Freund. Filme tagsüber nahe am Fenster, damit du und das Produkt schönes, weiches Licht bekommen. Vermeide starkes Gegenlicht (zum Beispiel ein Fenster direkt hinter dir), damit dein Bild nicht dunkel wird. Als Extra kannst du in ein einfaches Ringlicht für ein paar Dutzend Euro investieren, falls das Licht nicht reicht. Gute Beleuchtung sorgt dafür, dass alles klar sichtbar ist und sofort professioneller wirkt.
Mikrofon: Klarer Ton ist genauso wichtig wie gutes Bild. Meist ist das eingebaute Telefonmikrofon ausreichend, vor allem wenn du in einem ruhigen Raum filmst. Wenn du einen Schritt weiter gehen willst, überlege dir ein günstiges Ansteckmikrofon, das du an dein Shirt klippst. Vor allem bei Sprechvideos sorgt das für satteren Klang und weniger Störgeräusche. Teste deinen Ton immer, indem du dir einen kurzen Ausschnitt anhörst, damit du sicher bist, dass deine Stimme gut verständlich ist. Hast du kein Mikrofon zur Hand? Dann mach die Umgebung extra ruhig: Fenster schließen, um Verkehr oder Wind zu dämpfen, und störende Geräte ausschalten.
Stativ oder Halterung: Nichts stört mehr als eine wackelige Kamera. Nutze deshalb ein Stativ oder eine Handyhalterung für stabile Aufnahmen. Hast du keins? Dann improvisiere mit einem Stapel Bücher oder Kartons, gegen die du dein Handy lehnen kannst. Das Wichtigste ist, dass das Bild ruhig und sauber ist.

Jetzt loslegen
Du hast jetzt alle Grundwerkzeuge, um loszulegen, also steht dem Aufbau deines UGC-Portfolios nichts mehr im Weg. Hab keine Angst vor Fehlern; du wirst merken, dass jedes Video ein Stück besser wird. Übung macht den Meister, und mit jeder kreativen Idee, die du umsetzt, zeigst du der Welt mehr von deinen Skills. Vergiss nicht, deine besten Arbeiten in einer schönen Übersicht oder Präsentation zu sammeln, zum Beispiel in einem geteilten Canva-Portfolio mit klaren Titeln und Beschreibungen. Halte dieses Portfolio aktuell und füge regelmäßig neue Übungsvideos hinzu, um zu zeigen, was du kannst.
Zum Schluss: Glaub an dich und mach dich sichtbar. Teile deinen Content auf Social Media, schreib „UGC Creator“ in deine Bio und zeig allen, dass du verfügbar bist. Außerdem kannst du über Plattformen wie Hyred sogar ohne Follower oder Erfahrung direkt loslegen und mit Unternehmen zusammenarbeiten. Also schnapp dir dein Handy, sammle deine Kreativität und fang noch heute an zu erstellen. Bevor du dich versiehst, sicherst du dir deine erste bezahlte UGC-Zusammenarbeit und hast ein Portfolio, auf das du stolz sein kannst. Viel Erfolg!