Häufige Fragen von Anfänger-UGC-Creators

EstherEsther
7 Min. Lesezeit1. Januar

Inhalt

  1. Was ist UGC und wofür wird es verwendet?
  2. Welche Ausrüstung brauche ich, um zu starten?
  3. Wie erstelle ich ein Portfolio, das auffällt?
  4. Wie bestimme ich einen guten Preis für meine Arbeit als UGC-Creator?
  5. Wo finde ich Aufträge und wie erhöhe ich meine Chance auf ein Match?
  6. Wie schreibe ich einen guten Pitch?
  7. Muss ich gut schneiden können, um als UGC-Creator anzufangen?
  8. Wie sieht es mit Inhaltsrechten aus?
  9. Was kann ich tun, um aufzufallen?
  10. Wie stellst du sicher, dass Auftraggeber mit neuen Arbeiten wiederkommen?

Immer mehr Menschen wollen als UGC-Creator starten. Das ist nachvollziehbar: Es ist kreativ, man kann damit Geld verdienen und arbeitet flexibel. Die ersten Schritte sind aber oft die schwierigsten. Wie fängt man ohne Erfahrung an? Welche Ausrüstung braucht man? Was fragen Marken eigentlich? In diesem Blog beantworten wir die häufigsten Fragen von neuen Creators.

Was ist UGC und wofür wird es verwendet?

Die erste Frage, die oft gestellt wird, ist: Was ist UGC eigentlich genau? UGC steht für User Generated Content. Das sind Videos oder Fotos, die von ganz normalen Menschen für Marken erstellt werden, oft für Anzeigen oder Social-Media-Posts. Denk an eine Bewertung eines Skin-Care-Produkts, ein Unboxing eines neuen Gadgets oder ein kurzes Anwendungsvideo einer Kaffeemaschine. Als UGC-Creator erstellst du Content im Auftrag einer Marke, brauchst dafür aber weder Follower noch einen eigenen Kanal. Du lieferst das Material, das die Marke selbst verwendet.

Das Ziel von UGC ist meist, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe einer Marke auf glaubwürdige Weise zu gewinnen. Creators sprechen damit den Wunsch der Verbraucher an, echte Erfahrungen und Meinungen zu sehen. Deshalb sollte dein Content nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch authentisch wirken. Bei UGC geht es um Wiedererkennbarkeit, Vertrauen und Kreativität.

Welche Ausrüstung brauche ich, um zu starten?

Zum Glück musst du nicht in eine teure Kamera oder ein Mikrofon investieren. Ein aktuelles Smartphone reicht aus, um qualitativ hochwertigen Content zu erstellen. Sorge für gutes Tageslicht oder nutze ein einfaches Ringlicht für ein paar Zehner. Filme mit stabilem Bild, also nutze ein Stativ oder eine Handyhalterung. Für den Ton ist ein Clip-on-Mikrofon praktisch, besonders bei Sprechvideos. Solange Bild und Ton klar sind, bist du schon gut aufgestellt.

Wichtiger als die Ausrüstung ist, dass du weißt, wie du sie einsetzt. Achte auf deine Komposition, sorge für einen ruhigen Hintergrund und mache mehrere Takes. Denk auch an dein Framing: Ist das Produkt gut im Bild? Ist dein Gesicht klar zu sehen, wenn du sprichst? Mit einfachen Anpassungen kannst du den Unterschied zwischen einem chaotischen Video und etwas machen, das professionell wirkt. Je besser du die Grundlagen beherrschst, desto ernster wirst du von Marken genommen.

Junge macht ein Selfie mit Ringlicht

Wie erstelle ich ein Portfolio, das auffällt?

Ein starkes Portfolio ist deine Visitenkarte. Beginne mit drei bis fünf Videos, in denen du verschiedene Stile zeigst. Denk an ein Tutorial, ein Testimonial oder ein kurzes Lifestyle-Video. Wähle Produkte, für die du dich wirklich interessierst, damit du überzeugend wirkst. Stelle die Videos in einer übersichtlichen Präsentation zusammen, zum Beispiel in Canva, mit klaren Titeln und Erklärungen. Halte dein Portfolio aktuell und füge regelmäßig neue Arbeiten hinzu. Zeig auch Übungsmaterial, wenn du noch keine bezahlten Aufträge hattest. Das Wichtigste ist, dass du zeigst, was du kannst.

Creator-Portfolio mit Video und Unterwäschebildern.

Wie bestimme ich einen guten Preis für meine Arbeit als UGC-Creator?

Preise festzulegen ist schwierig, vor allem am Anfang. Arbeitest du über eine Plattform wie Hyred, sind die Preise oft vorgegeben. Das macht den Einstieg leicht. Arbeitest du direkt mit einer Marke? Dann rechne nicht nur die Zeit fürs Filmen ein, sondern auch Vorbereitung, Schnittzeit und Nutzungsrechte. Ein Video, das in einer Werbekampagne verwendet wird, ist mehr wert als eine Story, die nur einen Tag online bleibt. Erstelle eine Preisliste, in der du pro Video-Typ einen Richtwert angibst, inklusive Bedingungen wie Korrekturschleifen oder Eilaufträgen. So wirkst du professionell und effizient.

Wo finde ich Aufträge und wie erhöhe ich meine Chance auf ein Match?

Aufträge zu finden kann am Anfang einschüchternd wirken. Aber sobald du ein paar Jobs gemacht hast, merkst du, dass es eigentlich gut machbar ist. Eine Plattform wie Hyred ist ein guter Ort zum Starten. Du musst nicht selbst nach Marken suchen: Jeden Tag kommen neue Aufträge dazu. Achte darauf, dass dein Profil vollständig ausgefüllt ist, inklusive Nischen, Sprachen, Verfügbarkeit und Beispielvideos. Reagiere schnell und zeig Initiative. Marken achten nicht nur auf Qualität, sondern auch auf Zuverlässigkeit und Tempo.

Außerdem kannst du auch selbst Unternehmen ansprechen. Fang mit kleinen oder lokalen Marken an, mit denen du dich identifizierst. Schick eine kurze DM oder E-Mail, in der du dich vorstellst, erklärst, was du machst, und ein Beispielvideo mitschickst. Halte es persönlich und professionell. Ein gutes Pitch kann der Anfang einer langfristigen Zusammenarbeit sein.

Hände auf Laptop und Smartphone, Social-Media-Icons.

Wie schreibe ich einen guten Pitch?

Ein guter Pitch ist kurz, klar und persönlich. Beginne mit einem Satz, in dem du dich vorstellst und erklärst, warum du Interesse an dem Auftrag hast. Zeige, dass du das Briefing verstanden hast, und nenne, welche Erfahrung oder welcher Stil dich passend macht. Füge ein oder zwei Beispiele aus früherer Arbeit hinzu. Um noch mehr aufzufallen, kannst du ein kurzes Pitch-Video aufnehmen, in dem du dich zeigst und direkt zur Marke sprichst. Es muss kein perfektes Video sein; eine persönliche Vorstellung reicht völlig aus.

Muss ich gut schneiden können, um als UGC-Creator anzufangen?

Es ist nicht zwingend notwendig, gut schneiden zu können, um als UGC-Creator loszulegen. Wenn du über eine Plattform wie Hyred arbeitest, reicht es aus, nur Rohclips zu liefern, und du musst nie selbst schneiden. Das ist ideal, wenn du noch wenig Erfahrung mit dem Schnitt hast oder dich lieber auf Filmen und Präsentieren konzentrierst. Willst du das Schneiden lernen? Dann fang mit Tools wie CapCut, InShot oder VN an. Die sind kostenlos und einfach zu bedienen. Konzentriere dich vor allem auf die Basics: schneller Einstieg, klare Schnitte, Untertitel und eine klare Botschaft. Halte es simpel und vermeide zu viele Effekte oder Filter.

Person bearbeitet Video auf einem Computerbildschirm mit Kopfhörern.

Wie sieht es mit Inhaltsrechten aus?

Inhaltsrechte sind wichtig. Wenn du über eine Plattform arbeitest, sind diese im Voraus geregelt, also musst du dir darüber keine Gedanken machen. Arbeitest du außerhalb einer Plattform, dann triff klare Absprachen darüber, wo der Content verwendet wird, wie lange und ob er als Anzeige eingesetzt werden darf. Frag immer, ob du den Content selbst für dein Portfolio verwenden darfst. Das ist nicht selbstverständlich, deshalb lieber vorher klären.

Was kann ich tun, um aufzufallen?

Indem du dich gut positionierst, erhöhst du deine Chancen auf erfolgreiche Kooperationen. Das beginnt mit der Wahl einer klaren Nische, in der du dich spezialisierst. Du wirst als UGC-Creator schneller auffallen, wenn du ein Portfolio mit Videos zeigen kannst, die zu der Marke passen, mit der du zusammenarbeiten möchtest. Ob Skincare, Fitness, Tech oder Fashion: Je schärfer deine Nische, desto leichter fällst du auf.

Sorge außerdem für einen konsistenten Stil in deinem Content. Denk an deine Tonalität, Farbwelt, Bildausschnitte, aber auch an die Art, wie du sprichst oder präsentierst. Creator mit einem wiedererkennbaren Stil bleiben Marken im Gedächtnis. Kombiniere das mit einer professionellen Arbeitsweise: pünktlich liefern, klar kommunizieren, schnell reagieren und beim Briefing mitdenken. Zeig, dass du nicht nur kreativ bist, sondern auch angenehm und unkompliziert in der Zusammenarbeit. Liefere, wenn möglich, mehr als erwartet, zum Beispiel eine zusätzliche Version oder etwas mehr Material als angefragt. So baust du dir einen guten Ruf auf. Creator, die professionell, zuverlässig und inhaltlich stark sind, werden häufiger gebucht und schneller wieder angefragt.

Wie stellst du sicher, dass Auftraggeber mit neuen Arbeiten wiederkommen?

Ein erster Auftrag ist erst der Anfang. Bitte nach der Lieferung um Feedback und schick eine Dankesnachricht. Wenn die Zusammenarbeit gut lief, kannst du ein paar Wochen später einen neuen Vorschlag senden: „Sollen wir auch etwas für euer neues Produkt machen?“ Marken arbeiten gern mit Menschen zusammen, die zuverlässig sind und proaktiv mitdenken. Führe auch selbst eine Übersicht über Kooperationen, Deadlines und Ansprechpartner. Je einfacher du es machst, desto größer ist die Chance, dass du erneut gebucht wirst.